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Praxisnah
Professioneller Dokumentarfilmschnitt-Arbeitsplatz

Dokumentarfilmschnitt neu denken

Wir bilden Cutter aus, die verstehen, wie man aus hunderten Stunden Rohmaterial packende Geschichten formt. Nicht nach Schema F, sondern mit echtem Gespür für Timing und narrative Spannung.

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Was wir vermitteln

Drei Kernbereiche bestimmen unseren Ansatz beim Dokumentarfilmschnitt

Narrative Struktur

Dokumentationen leben von ihrer Erzählweise. Wir zeigen, wie man lose Fäden zu einem stimmigen Ganzen webt und dabei die Balance zwischen Chronologie und emotionaler Dramaturgie hält.

Rhythmus und Tempo

Jede Szene hat ihren eigenen Puls. Manche Momente brauchen Raum zum Atmen, andere drängen vorwärts. Wir trainieren das Gefühl dafür, wann welches Tempo passt.

Visuelle Kontinuität

Dokumentarmaterial ist selten perfekt ausgeleuchtet oder komponiert. Trotzdem muss der Cut fließen. Unsere Teilnehmer lernen, mit dem zu arbeiten, was da ist.

Unser Aufbau

Wie die Ausbildung funktioniert

1

Materialsichtung

Bevor der erste Schnitt gesetzt wird, geht es um Orientierung. Teilnehmer lernen, große Mengen Rohmaterial zu strukturieren und die wirklich wichtigen Momente zu identifizieren.

2

Rohschnitt-Phase

Hier entsteht die erste Version. Es geht noch nicht um Perfektion, sondern darum, die Story zu finden. Viele überrascht, wie sehr sich ein Film in dieser Phase noch verändern kann.

3

Feinschliff

Jetzt zählt jeder Frame. Übergänge werden optimiert, Audio wird angepasst, Farbkorrekturen kommen ins Spiel. Die Details machen oft den Unterschied zwischen gut und wirklich überzeugend.

4

Feedback-Runden

Regelmäßige Reviews mit Dozenten und anderen Teilnehmern schärfen den Blick. Man lernt, die eigene Arbeit kritisch zu betrachten und konstruktives Feedback zu geben.

Praxisnah lernen

Mit echtem Material arbeiten

  • Interviews mit schwierigen Lichtverhältnissen und unterschiedlicher Tonqualität
  • Archivmaterial aus verschiedenen Jahrzehnten und Formaten
  • Observationsszenen ohne klare dramaturgische Struktur
  • Mehrsprachiges Material mit Untertiteln und Voice-Over
  • Unvollständiges Footage, bei dem improvisiert werden muss
Schnittarbeitsplatz mit mehreren Monitoren

Unsere Herangehensweise

Dokumentarfilmschnitt ist kein technischer Vorgang, den man nach Anleitung abarbeitet. Es ist eine Mischung aus Handwerk, Intuition und der Fähigkeit, Geschichten zu erkennen, wo andere nur Material sehen.

Methodik

Vom Material zur Geschichte

Die meisten Dokumentationen werden im Schnitt geboren, nicht beim Dreh. Wir vermitteln Techniken, um aus chaotischem Rohmaterial eine klare narrative Linie zu entwickeln. Das bedeutet oft, liebgewonnene Szenen zu streichen und neue Verbindungen zu entdecken.

Werkzeuge

Software als Mittel

Premiere, Avid oder DaVinci – die Software ist wichtig, aber nicht entscheidend. Wir konzentrieren uns auf das Verständnis von Schnitttechniken, die unabhängig vom Programm funktionieren. Tastenkombinationen ändern sich, Prinzipien bleiben.

Zusammenarbeit

Austausch mit Regisseuren

Cutter und Regisseure müssen sich verstehen. Wir simulieren reale Arbeitssituationen mit widersprüchlichem Feedback, knappen Deadlines und kreativen Meinungsverschiedenheiten. So lernt man, Kompromisse zu finden, ohne die eigene Vision aufzugeben.

Realität

Umgang mit Einschränkungen

Fehlende Aufnahmen, Tonprobleme, unerwartete Perspektivwechsel in der Story – das gehört zum Alltag. Unsere Teilnehmer lernen, kreativ mit Limitierungen umzugehen und aus Notlösungen manchmal die besten Ideen zu entwickeln.

Detailaufnahme einer Schnittoberfläche mit Timeline